Nvidia GeForce GTX 470

Nvidia GeForce GTX 470Die GeForce GTX 470 war eine der ersten Grafikkarten, die am 26. März 2010 zusammen mit dem größeren Bruder, der GeForce GTX 480, als Speerspitze der Fermi-Architektur veröffentlicht wurde. In den intern als GF100 betitelten Chip wurden vorab große Hoffnungen gesteckt, die mit dem verspäteten Release angesichts der Konkurrenz von ATI nur teilweise erfüllt werden konnten.

Die Architektur des GeForce GTX 470

Die GPU wird im 40nm-Verfahren hergestellt und besteht aus über 3,2 Milliarden Transistoren. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war der GF100 mit einer Die-Größe von 529 mm² der mit Abstand größte Grafikkarten-Chip, insbesondere da ATI zur gleichen Zeit auf kleinere und effizientere Architekturen gesetzt hat. NVIDIA hat der GeForce GTX 470 in der Standardausführung 1.280 Megabyte RAM zur Seite gestellt – diese „krumme“ Zahl ist durch das 320 Bit breite Speicherinterface der Grafikkarte bedingt. Bei einer effektiven Taktfrequenz von 3.348 MHz für den Speicher beschert dies der GeForce GTX 470 eine Speicherbandbreite von 133,9 Gigabyte/s. Die insgesamt 14 universellen Shader der Grafikkarte sind außerdem nicht mehr an den Takt der GPU gekoppelt, wie es bei früheren Modellen noch der Fall war. In der Standardversion beträgt der GPU-Takt 607 MHz, 1.215 MHz bekommen hingegen die Shader-Prozessoren.
Etliche Modelle von Drittanbietern weichen wie übliche von den Vorgaben NVIDIAs ab. Grafikkarten mit deutlich mehr Speicher und mehr oder weniger übertaktete Ausführungen hat fast jeder Hersteller im Angebot.

Vor- und Nachteile

Zu den Vorteilen der GeForce GTX 470 gehören sowohl die hervorragende Qualität des Anisotropic Filterings als auch das vorbildliche Anti-Aliasing. Die Unterstützung von DirectX 11 sichert dem Chip darüber hinaus eine gewisse Zukunftssicherheit zu. Zum Zeitpunkt des Releases gab es kein Spiel, das diese Grafikkarte nicht flüssig darstellen konnte. Auch die Lautstärke befindet sich auf einem Niveau mit der Konkurrenz und gibt daher keinen großen Anlass zur Kritik.

Allerdings ist der Stromverbrauch recht hoch, 30 Watt im Idle-Modus und bis zu 231 Watt in synthetischen Benchmarks sind recht viel. Außerdem fehlt ein wirkliches Verkaufsargument gegenüber der Radeon HD 5870, dem direkten Konkurrenten dieser Grafikkarte. Die Tesselations-Leistung ist vergleichbaren Karten von ATI weit überlegen – doch zu Lebzeiten der GeForce GTX 470 dürfte dies nur eine untergeordnete Rolle spielen; unerwähnt sollte es natürlich dennoch nicht bleiben.

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