Radeon HD 5450

Radeon HD 5450Die Radeon HD 5450 ist die kleinste Ausführung der Radeon-5000-Serie und bringt all die Vor- und Nachteile mit sich, die „kleine“ Grafikkarten normalerweise auszeichnet: günstige Kosten, geringe Leistungsaufnahme und eine ebensolche Performance.

Architektur der Radeon HD 5450

Die Anfang 2010 vorgestellte Grafikkarte besteht aus 292 Millionen Transistoren und bringt diese auf einer Fläche von gerade einmal 59 mm² unter. Ausgeliefert wird die Radeon HD 5450, die es nur in einer Variante mit einem 64 Bit breiten Speicherinterface zu kaufen gibt, mit Speicherkapazitäten zwischen 512 und deutlich überdimensionierten 2.048 MB DDR3-RAM. Die Speicherbandbreite liegt bei 6,4 bis 12,8 Gigabyte/s, während sich die Texturierleistung auf 5,2 Gigatexel/s beschränkt. Die Taktrate der GPU liegt standardmäßig bei 400 MHz, der Takt des Speichers variiert je nach Hersteller zwischen 400 und 800 MHz. Mit gerade einmal 6,4 Watt im Idle-Modus bzw. 19,1 Watt unter Last geht die Radeon HD 5450 extrem sparsam an die Arbeit. Außerdem befindet sich auf dem PCB der UVD-2-Chip, der für die Dekodierung von Videoformaten verantwortlich ist. So ist auch auf älteren PCs, deren CPU nur über einen Kern verfügt, das Anschauen von Blu-ray-Filmen kein Problem. Zusätzlich kann die Grafikkarte Dolby TrueHD und DTS-HD durch Bitstream an einen Mehrkanalreceiver senden – im Heimkinobereich ist dieses Feature durchaus zu gebrauchen. Darüber hinaus ist die Radeon HD 5450 sehr günstig und kann schon für einen kleinen zweistelligen Betrag erworben werden, was diese Grafikkarte zu eine der besten in ihrem Segment macht.

Vor- und Nachteile

Die Radeon HD 5450 ist aufgrund ihrer Leistungsdaten natürlich kaum für Spiele geeignet. Selbst anspruchslose aktuelle Games laufen mit dieser Grafikkarte kaum zufriedenstellend. Dass DirectX 11 von der Radeon HD 5450 unterstützt wird, bringt ihr angesichts der eingeschränkten Performance daher so gut wie nichts.
Die extrem niedrige Leistungsaufnahme macht die Grafikkarte jedoch wie geschaffen für Multimedia- und Heimkino-PCs. Ausnahmslos alle Varianten der Radeon HD 5450 sind passiv gekühlt, so dass sie komplett lautlos arbeitet. Durch ATIs EyeFinity Feature können außerdem bis zu drei Monitore gleichzeitig benutzt werden. Der Anwendungsbereich der Grafikkarte ist daher eindeutig im Bereich Heimkino und möglicherweise Bildbearbeitung und Office anzusiedeln – für anspruchsvolle 3D-Arbeiten fehlt ihr schlichtweg die Leistung.

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